Ein nachahmenswertes Projekt

Sie nennen sich  Cöp(m)adam, auf Deutsch so viel wie “Müll-Damen”
und sind mittlerweile ein Vorzeigeunternehmen von Frauen, die
aus Wegwerfverpackungen und Abfall ein Kunsthandwerk betreiben
und zum ersten Mal in ihrem Leben eigenes Geld verdienen.
Zuvor waren sie abhänging von ihren – nicht selten gewalttätigen – Männern.

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Gegründet wurde “Cöpmadam” von der amerikanischen Anthropologin Tara Hopkins,
die die Idee hatte, türkischen Hausfrauen ohne Berufsausbildung eine Möglichkeit
zum Broterwerb durch kreative Arbeit zu bieten.
Millionen Türkinnen kommen nie in den Genuss einer guten Schulausbildung
oder einer beruflichen Laufbahn. Das macht sie abhängig von ihren Familien und
den Männern, ein Grund weshalb Fälle von häuslicher Gewalt im Land oft ungeahndet bleiben.
Durch die Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen, sollen die Frauen ein Stück weit
selbständiger und selbstbewusster werden und aus ihrer Opferrolle herauskommen.

Neben frauenpolitischen Gründen spielt bei “Cöpmadam”
das Thema Umweltschutz eine große Rolle .
Der Ausgangsstoff für Taschen und Accessoires, die hier gefertigt werden, ist Müll.
Von der Chipstüte bis zum weggeworfenen Bonbonpapier:
der Müll wird gesammelt, gereinigt und in neue Formen gepreßt.
Jedes Produkt ist reine Handarbeit und ein Unikat.
Über drei Tonnen Müll jährlich wandelt Cöpmadam so in kleine Kunstwerke um,
die inzwischen in exklusiven Boutiquen in Istanbul abgeboten und ins Ausland verkauft werden.
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Eine neue Website mit online-Shop ist im Entstehen. Hier wird man sie bald kaufen können.
Auch bei Karinca, eine türischen Kette von Accessoires-Läden für Taschen von “Cöpmadam”.